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Jugend: “Fußballerische Entwicklung im Vordergrund” – U17 des SVE in der Vorbereitung

Von Christoph Schneider

In der kommenden Saison werden grundsätzlich die Nachwuchskicker des Jahrgangs 1994 von Eintracht Trier die U17 bilden, die in der B-Junioren-Regionalliga Süd-West an den Start gehen wird. Moselkicker.de sprach vorab mit Trainer Ansgar Heck – zum einen über den Stand der Vorbereitung, aber auch über Ausblicke in die Spielzeit 2010/11, die für seine Mannschaft am 22. August (13.00 Uhr, Nebenplatz Moselstadion) gegen Kaiserslautern II beginnen wird.

Foto: Oben mitspielen und sich fußballerische weiterentwickeln – die Saisonziele der U17 des SVE sind klar definiert.

Zunächst ist es recht ungewöhnlich, dass ein Trainer im Jugendbereich mit seiner Mannschaft in die nächsthöhere Altersstufe wechselt. Bei Eintracht Trier entschloss man sich jedoch ganz bewusst für diese weitere Zusammenarbeit zwischen Trainer, Betreuern und Spielern, gerade im Hinblick auf die abgelaufene Spielzeit, in der man gemeinsam in der B-Junioren-Rheinlandliga erfolgreich den zweiten Platz belegte. Es besteht die Absicht, dass so die Weiterentwicklung jedes einzelnen Spielers in einer wichtigen Lernphase besser vorangetrieben werden kann, da man sich schon kennt und es auch laut Heck “offenbar menschlich passt”.

Ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass die Mannschaft ohne Abgänge und mit nur einem Neuzugang in die Vorbereitung gestartet ist (Ramon Stief, Mittelfeld, kommt vom TuS Mosella Schweich). Diese begann am 19. Juli mit dem kompletten Kader bis auf die beiden Luxemburger Jeff Moos und Andrea Moro, die aufgrund von anderen Feriendaten im “Ländchen” und weiteren Übungseinheiten mit ihrer Junioren-Nationalmannschaft laut Heck “noch etwas Erholung brauchen”. Nichtsdestotrotz ist Heck von den Qualitäten der beiden überzeugt: “Das sind zwei starke Spieler, auf die man in der Zukunft setzen will!” Somit standen in jedem Training 19- bis 20 Spieler bereit.

Insgesamt betrachtet Heck die bisherige Vorbereitung, bei der vor allem Ausdauer im Mittelpunkt stand, als “sehr gut”. Ebenso ist er mit den bereits absolvierten Testspielen zufrieden. In Morscheid verlor man zunächst nur knapp mit 2:1 gegen den gleichaltrigen Nachwuchs aus Kaiserslautern, der in der Bundesliga angesiedelt ist. Es folgte ein 2:1-Sieg in Utscheid gegen Bitburg, und dann setzte es eine 1:5-Niederlage gegen Alemannia Aachen, wobei hier das Ergebnis den Spielverlauf nicht ganz wiedergibt. In einem Spiel, in dem Trier fußballerisch mit einem in der ersten Liga spielenden Verein mithalten konnte, fielen einige glückliche Tore für Aachen. Auch bei Trier lief der Ball, und es kam zu einigen Balleroberungen im Mittelfeld. Aufgrund dieser Tatsachen ist Heck mit seinen Schützlingen “zufrieden”.

Auch die Zielsetzung für die kommende Saison geht in diese Richtung: “Nicht das Ergebnis steht im Vordergrund, sondern vielmehr jeden einzelnen Spieler individuell zu fördern und seine fußballerischen Fähigkeiten zu verbessern. Gerade die U17 stellt da eine Art Schwelle dar.” Weiter will Heck seine Jungs soweit bringen, dass sie “in jeder Situation in einem Spiel Herr der Lage sein können, dadurch erlangt man Spielvorteile und in der Folge werden auch die Ergebnisse stimmen”.

Vor einem Jahr kam es ebenfalls zu diesem genannten Test zwischen Aachen und Trier (damals beide mit ihrer U16), jedoch hatten die Moselaner zu dieser Zeit bei einer 0:2-Niederlage keinerlei Chancen, und vor allem spielerisch war der Unterschied sehr groß. Genau auf diesem Fortschritt will man aufbauen. Der Trierer Nachwuchs sollte laut Heck spielerisch auch gegen einen Bundesligisten mithalten können. Dies will man auch bei einem großen U17-Turnier am kommenden Wochenende in Perl anstreben. In der eigenen Gruppe wird Trier auf die gleichaltrigen Teams von Borussia Dortmund, Hoffenheim (beide Bundesliga), Amnéville und Grevenmacher treffen. In der zweiten Gruppe gehen ebenfalls starke Teams wie zum Beispiel Aachen an den Start. Der Trierer Coach sagt auch hier, dass nicht die Platzierung von Bedeutung ist: “Spielerisch mithalten ist das Ziel!” Dies bezieht er auf die beiden erstgenannten Teams. Amnéville erwartet er als ebenfalls “starken Gegner”, jedoch möchte man gegen Grevenmacher “das eigene Spiel machen”.

Bis zum Saisonbeginn werden die Schwerpunkte im Training nun eher auf Koordination, Schnelligkeit und Taktik gelegt, um dann möglichst in der Liga unter den besten sieben Mannschaften mithalten zu können. Heck zählt seine Mannschaft ganz klar zu diesen dazu, denn seit Gründung der B-Junioren-Bundesliga war Trier stets unter den besten drei Teams in der Regionalliga. Jedoch sind seine Favoriten eher der Bundesliga-Absteiger FK Primasens, 1. FC Saarbrücken, TuS Koblenz, die beiden Zweitvertretungen vom 1. FSV Mainz 05 und 1. FC Kaiserslautern (demnach deren U16-Teams), aber vor allem den Ludwigshafener SC. Diesen hebt Heck besonders hervor, denn dort wurde von der Dietmar-Hopp-Stiftung kürzlich für knapp zwei Millionen Euro ein Jugendförderzentrum errichtet. Auf der anderen Seite sagt er weiter, dass es auch etwa fünf Vereine gibt, die von Beginn an gegen den Abstieg spielen. Ebenso gibt es in seinen Augen Mannschaften, die sich im etablierten Mittelfeld festsetzen.

Aufgrund der bereits erwähnten Absichten gibt Heck kein offizielles Saisonziel aus, gerade im Hinblick auf das Psychologische, was im Alter seiner Spieler von entscheidender Bedeutung ist. So verweist er auf die Saison 2007/08, in der man mit der damaligen U17 eine Hinrunde mit vielen Niederlagen hinlegte, wohl wegen der häufigen Rede vom Bundesliga-Aufstieg. Erst in der Rückrunde gab es eine beeindruckende Siegesserie, nachdem man in der Winterpause das Wort “Aufstieg” aus dem Köpfen der Spieler verdrängt hatte. Somit zeigt sich auch hier wiederum das Ziel der intensiven Nachwuchsförderung bei Eintracht Trier: Man möchte die grundlegenden fußballerischen Fähigkeiten der Spieler gezielt trainieren, um in der Zukunft davon zu profitieren.

Trainer: Ansgar Heck

Betreuer: Wolfgang Gehlen, Berti Inhestern

Kader:
Tor: Mike Neumann, Robin Strellen
Abwehr: Benedikt Decker, Marius Gehlen, Kevin Heinz, Sven Himpler, Steven Klaas, Alexander Klein
Mittelfeld: Robin Garnier, Dennis Haas, Fabian Heck, Steven Hutmacher, Mark Inhestern, Jeff Moos, Andrea Moro, Fabrice Schirra, Ramon Stief
Sturm: Aliu Albutrin, Frederick Mitev, Marvin Plunien, Dominik Thielmann

Foto: sve



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